Posted by: Jim | September 8, 2008

Gott weiblich

Is a new book by the inestimably gifted Othmar Keel and it’s reviewed at that link. It begins

Nach korrekter christlicher Auffassung wurde der Mensch als Mann und Frau zu Gottes Ebenbild geschaffen. Ebenfalls christlich korrekt ist der Glaube an Gott als Mensch in Jesus Christus. Nach der Auffassung von Othmar Keel spielte die männliche Biologie im Auftrag von Jesus Christus keine Rolle. Historisch bedingt waren seine Jünger zwar Männer, theologisch sei dies für den Autor jedoch ohne Bedeutung. Um seinem Gottesbild gerecht zu werden, konstatiert er Gott weibliche Züge – und bewirbt auf den letzten Seiten dieses Kataloges die „Bibel in gerechter Sprache“.

And

“Gott weiblich” kann als Katalog verstanden werden, in den so ziemlich alles, was weiblich ist, aufgenommen wurde: Rollsiegel mit Kultbildern des Mondgottes und der Himmelskönigin, Maat – Frau Weisheit, das Weibliche als das unfassbare Geheimnis und die Frau als Sinnbild für Mutterschaft und Totenklage. Exemplarisch dafür steht die ägyptische Göttin Isis, wie sie mit ihren Flügeln Osis schützt, kniend um ihn klagt und schließlich ihren Sohn Horus stillt und schützt. Pflanzen und Bäume werden auf Rollsiegeln und im Relief dargestellt, weil sie, die Mutter Erde, alle Arten von Pflanzen hervorbringt. Othmar Keel widmete auch “Tanit”, die eng mit Baal liiert war, ein Kapitel. Mag die Diskussion um weibliche Emanzipation und gerechte Sprache weitreichend tolerant geführt werden, wird hier aus christlicher Sicht eine Grenze überschritten. Eher peinlich berühren da die Skulpturen einer jungfräulich-kämpferischen Göttin und entkleideten Göttinnen mit der Taube als Friedensbotin. Fast naiv scheint es, ein aus Ton gebranntes “Bett als Ort erotischer Aktivitäten” aus altbabylonischer Zeit abzubilden.

And finally

Die letzte der 154 Abbildungen zeigt Maria mit einer Taube in der Hand. Erläuternd steht daneben: “Bei allen Arten von Liebesbeziehungen, ob mehr erotischer oder mehr spiritueller Natur, handelt es sich um intensive Erfahrungen der Begegnung, die von Fall zu Fall stärker von egoistischen oder von altruistischen Gefühlen geprägt sein können. Die Liebe zu Gott kann ebenso egoistisch sein, wie die erotische Liebe zu einem Mann oder einer Frau altruistisch sein kann.”


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